Visionärin der Leuchtturmfrauen

Ramona Blanco García Wolff
Ich bin Ramona Blanco Garcia Wolff. Spanierin. Migrantenkind. Vertrieblerin. Autorin. Und eine Frau, die gelernt hat, dass man auch dann noch leuchten kann, wenn andere einen lieber kleinhalten wollen.
Ich wurde 1962 in Galicien geboren. Seit meinem dritten Lebensjahr lebe ich in Deutschland, zwischen zwei Kulturen, zwei Sprachen und zwei inneren Stimmen. Eine davon ist laut, temperamentvoll, voller Energie und Liebe für Menschen. Die andere ist still, stolz, zieht sich zurück, will Probleme allein lösen und glaubte lange Zeit, dass genau das die Stärke sei.
Mein Berufsleben hat mich geprägt: über 40 Jahre Erfahrung, davon 30 im Vertrieb, in der Geschäftsentwicklung, Schlüsselkundenbetreuung, Verantwortung, Leistung, Erfolg. Ich habe geliefert, geführt, aufgebaut und abgeschlossen. Und ich habe erlebt, wie schwer es für einige Systeme ist, mit sichtbaren Frauen umzugehen, die klar reden und besser performen als ihre männlichen Kollegen.
Dann kam der Bruch: toxisches Arbeitsumfeld, gezielte Mobbing-Angriffe, Machtspiele. Eine Erfahrung, die wehtat, aber die alles veränderte. Zum ersten Mal bat ich um Hilfe. Und zum ersten Mal verstand ich wirklich: Man muss nicht überall bleiben. Vor allem dort, wo man nicht gewollt ist.
Leuchtturmfrauen entstand genau aus diesem Schmerz, aber nicht als Opfergeschichte. Sondern als Antwort.
Ich möchte Frauen eine Bühne geben. Ich möchte Geschichten erzählen, die sonst ungehört blieben. Ich möchte zeigen, dass Frauen mit 50 nicht unsichtbar werden, sondern oft erst dann ihre wahre Kraft erreichen. Ich möchte schreiben über Erfolg, Scheitern, Verlangen, Wut, Neuanfänge, Mut und Würde. Und ich möchte das ohne Ausschmückungen und Zugeständnisse tun, sondern ehrlich.
Ich schreibe wie mir der Schnabel gewachsen ist. Direkt. Emotional. Manchmal provokant. Aber immer authentisch.
Leuchtturmfrauen ist für mich mehr als eine Webseite. Es ist eine Haltung. Eine Plattform von Frauen für Frauen. Ein Ort für Stimmen, die nicht mehr schweigen wollen.
Denn eines bin ich mir ganz sicher: Starke Frauen brauchen keine Erlaubnis, sichtbar zu sein.
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